Wir feiern den Weltfrauentag!
Wir feiern den Weltfrauentag!

Ein Tag für die Frauenrechte

Am 8. März ist Inter­na­tio­naler Frauentag. Dies ist kein kommer­ziell orien­tierter Tag wie Muttertag, an dem die Frau des Hauses Blumen oder von den Kindern selbst­ge­bas­telte Geschenke bekommt. Der Tag, der auch Weltfrau­entag oder einfach Frauentag genannt wird, hat einen ernsten Hinter­grund.

Der Inter­na­tionale Frauentag entstand auf Initiative verschie­dener sozia­lis­ti­scher Organi­sa­tionen. Das Ziel war Gleich­be­rech­tigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzi­pation von Arbeit­neh­me­rinnen. Erstmals fand der Frauentag am 19. März 1911 statt. 1921 wurde sein Datum fest auf den 8. März gelegt.

Zum diesjäh­rigen Inter­na­tio­nalen Frauentag, der unter dem Motto „Frauen in Führungs­po­si­tionen: Für eine ebenbürtige Zukunft in einer COVID-19-Welt“ steht, haben wir Bilanz gezogen. Wie steht es im Jahr 2022 um die Frauen­rechte? Wo und was müssen wir tun, um tatsächlich Gleich­be­rech­tigung zu erreichen? Und was ist alles schon geschehen, was die Situation von Frauen deutlich verbessert hat? Eine Blitz­um­frage im eigenen Bekann­ten­kreis zeigt: Die Liste der persön­lichen Wünsche starker Frauen und die Agenda sind generell lang. Das zeigt auch die Broschüre, die das Büro für Frauen- und Gleich­be­rech­tigung der Univer­si­täts­stadt Gießen bereits 2021 anlässlich ihres Programms zum Inter­na­tio­nalen Frauentag erstellt hat. Da wir uns vor allem mit Finanz- und Karrie­re­themen beschäf­tigen, lassen wir bei diesem Bericht drama­tische Entwick­lungen wie etwa beim Thema häusliche Gewalt außen vor. Der Vollstän­digkeit halber soll aber an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Thematik deutlich breiter ist als in diesem Artikel heraus­ge­stellt.

Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass die Entwicklung der Gleichstellung mal vom Schnecken- in das Gepardentempo wechselt”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass die Frauen einmal die Perspektive darauf richten, was sie alles leisten und schaffen”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass die Entwicklung der Gleichstellung mal vom Schnecken- in das Gepardentempo wechselt”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass die Frauen einmal die Perspektive darauf richten, was sie alles leisten und schaffen”
Corona wirft Frauen zurück

Schon im August 2020 zeigte eine Befragung der Hans-Boeckler-Stiftung unter über 7000 Erwerbs­tä­tigen in Deutschland einen klaren Nachteil für die Frauen durch Corona: In Zeiten von Homeschooling und Lockdown nahm der Anteil der Care-Arbeit von Frauen deutlich zu. Der Auswertung zufolge hatten in Haushalten mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren 27 Prozent der Frauen, aber nur 16 Prozent Männer ihre Arbeitszeit reduziert, um die Kinder­be­treuung zu gewähr­leisten. Bei Haushalten mit gerin­gerem oder mittlerem Einkommen fiel die Diskrepanz noch größer aus. Schon damals warnten die Forsche­rinnen vor langfris­tigen Gefahren für die Erwerbs­ver­läufe von Frauen und einer Vergrö­ßerung des Gender Pay Gaps.

Eine Analyse der Stiftung des Weltwirt­schafts­forums (WEF) klingt noch ernüch­ternder: Demnach hat das Coronajahr 2020 die Gleich­be­rech­tigung der Frauen um Jahrzehnte zurück­ge­worfen. Schon 2019 rechnete das WEF damit, dass es bei gleich­blei­benden Trends noch 95 Jahre bis zur Gleich­stellung dauern würde. Nach den verhee­renden Entwick­lungen des ersten Corona­jahrs sind es nun 135,6 Jahre. Frauen seien weiter mit Hürden im Wirtschafts­leben und bei der politi­schen Betei­ligung konfron­tiert. Es bleibe für viele eine Heraus­for­derung, mit Familie im Berufs­leben zu bleiben, heißt es in dem WEF-Bericht. Das unter­streicht auch Friederike Stibane, die Beauf­tragte für Frauen und Gleich­be­rech­tigung bei der Stadt Gießen. „Das Famili­en­ma­nagement ist zwar eine unbezahlte Arbeit, aber es ist eine gesell­schaft­liche Aufgabe. Denn wenn niemand unsere Kinder großzieht, dann können wir als Gesell­schaft nicht weiter existieren“.

Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“mehr Solidarität von Frauen untereinander. Hört auf, eure Optik zu bewerten, über die Fingernägel der Kollegin zu lästern oder deren Figur oder deren Haare”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“mehr Solidarität von Frauen untereinander. Hört auf, eure Optik zu bewerten, über die Fingernägel der Kollegin zu lästern oder deren Figur oder deren Haare”

Ein paar weitere Fakten aus dem vom Büro für Frauen- und Gleich­be­rech­tigung veröf­fent­lichten Programmheft lassen ebenfalls aufhorchen: Vor allem beim während der Pandemie gezahlten Kurzar­bei­tergeld (KUG) sind Frauen die großen Verlierer. Da sich das KUG nach dem Netto­gehalt bemisst, dass durch das Ehegat­ten­splitting und oftmals ohnehin schon niedrig ausfällt, profi­tierten vom KUG vor allem die Männer: Dreiviertel des gezahlten Kurzar­bei­ter­geldes kam Männern zu Gute, nur ein Viertel davon Frauen.

Ein weiteres Beispiel: Rund zwei Drittel aller Minijobs sind in Deutschland weiblich besetzt. Minijobs gibt es vor allem im Gastge­werbe, in der Veran­stal­tungs­branche sowie im Einzel­handel – alles Branchen, die unter der Pandemie stark gelitten haben. Bereits im Juni 2020 waren die Minijobs um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück­ge­gangen. Auch hier wieder, Sie ahnen es vielleicht: Frauen stärker betroffen als Männer. Die Beispiele lassen sich nahezu endlos fortsetzen. Sie beginnen bei der Bezahlung und enden beim sogenannten „Mental Load“ – der hohen mentalen Belastung, der Frauen durch ihre Mehrfach­be­lastung durch Job, Care-Arbeit und Famili­en­or­ga­ni­sation ausge­setzt sind. Die Forde­rungen der Gleich­be­rech­ti­gungs­be­auf­tragten und ihres Teams liegen an dieser Stelle auf der Hand: Care-Arbeit und die damit einher­ge­henden Bedin­gungen müssen so gestaltet werden, dass beide Eltern­teile sie sich entspre­chend teilen können, das Ehegat­ten­splitting soll abgeschafft werden.

Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass das Wort „Mädchen” nicht mehr als Beleidigung benutzt wird oder abwertend ('du wirfst ja wie ein Mädchen')”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass Frauen ab und zu mal anerkennend ihren Geschlechtsgenossinnen gegenüber sind, wenn sie Fulltime-Job, Familie und Ehrenamt stemmen, ohne dass Fragen wie: ‚Warum gibt’s du dir das?’ kommen”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass das Wort „Mädchen” nicht mehr als Beleidigung benutzt wird oder abwertend ('du wirfst ja wie ein Mädchen')”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass Frauen ab und zu mal anerkennend ihren Geschlechtsgenossinnen gegenüber sind, wenn sie Fulltime-Job, Familie und Ehrenamt stemmen, ohne dass Fragen wie: ‚Warum gibt’s du dir das?’ kommen”

Doch auch wenn es noch ein langer Weg ist, wir wollen auch aufzeigen, wie viel tatsächlich bereits an einigen Stellen getan wird. Wir von zukunfts​pla​nerin​.de haben daher mit Kristin Wetterau, die Abtei­lungs­lei­terin des Perso­nal­ma­nage­ments und Bereichs­lei­terin der Unter­neh­mens­ent­wicklung bei der Volksbank Mittel­hessen gesprochen und einen Blick aufs eigene Unter­nehmen gewagt.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass das Unter­nehmen einen hohen Frauen­anteil beschäftigt. 2021 lag die Quote der weiblichen Mitar­beiter der Volksbank Mittel­hessen bei ca. 60 Prozent. Bei den Auszu­bil­denden ist die Verteilung gar etwa 50:50. Und auch in den höheren Positionen sieht es gut aus bei der Volksbank Mittel­hessen. Zwar ist der Vorstand, abgesehen von einer General­be­voll­mäch­tigten (noch) ausschließlich männlich besetzt, aber bereits die erste Ebene unter dem Vorstand zeigt eine Frauen­quote von rund 20 Prozent, eine Ebene darunter sind es bereits 30 Prozent. Auch im Aufsichtsrat sind Frauen, mit über einem Drittel, stark vertreten. Doch da geht noch mehr. Kristin Wetterau zu Folge möchte sich die Volksbank auch nicht alleine an gesetzlich vorge­ge­benen Quoten orien­tieren und sich auf dem Status Quo ausruhen: „Wir wollen, auch jenseits gesetz­licher Vorgaben, den Frauen­anteil im Unter­nehmen sukzessive erhöhen“.

Dass die Volksbank Mittel­hessen vor allem für Frauen ein attrak­tiver Arbeits­platz ist, zeigen nicht nur die entspre­chenden Beschäf­tig­ten­zahlen, sondern auch, dass die Genos­sen­schaftsbank schon mehrfach für ihre familien­be­wusste Perso­nal­po­litik ausge­zeichnet wurde und das Zerti­fikat audit „beruf­und­fa­milie“ tragen darf. Auch flexible Arbeits­zeiten, die Möglichkeit zum Homeoffice oder zum mobilen Arbeiten (etwa näher am Heimatort) sowie ein Eltern-Kind-Büro am Standort Wetzlar, das genutzt werden kann, wenn kurzfristige Betreuung von Kindern nötig ist sowie regel­mäßige Netzwerk­ver­an­stal­tungen für Frauen gehören zum Angebot. Es ist gemeinhin noch viel zu tun, doch die Volksbank Mittel­hessen schreitet mit gutem Beispiel voran und macht den Weg frei für eine Gesell­schaft mit mehr Gleich­be­rech­tigung. Lasst uns diesen Weg gemeinsam gehen.

Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass der Begriff Karrierefrau abgeschafft wird, oder der Karrieremann eingeführt, sprich die erfolgreiche Frau nicht durch Formulierungen als was Exotisches dargestellt wird”
Ich wünsche mir zum Weltfrauentag …“dass der Begriff Karrierefrau abgeschafft wird, oder der Karrieremann eingeführt, sprich die erfolgreiche Frau nicht durch Formulierungen als was Exotisches dargestellt wird”

Deine Zukunftsplanerinnen

Sabine Glinke

Sabine Glinke

Redak­teurin, Coach und Event­ma­na­gerin; Inhaberin von SG Events & Medien

Friederike Stibane

Friederike Stibane

Beauf­tragte für Frauen und Gleich­be­rech­tigung bei der Stadt Gießen

Kristin Wetterau

Kristin Wetterau

Abtei­lungs­lei­terin Perso­nal­ma­nagement und
Bereichs­lei­terin Unter­neh­mens­ent­wicklung,
Volksbank Mittel­hessen eG

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